Volkslied van de dag: Die Schlesischen Weber

In 1844 kwamen de wevers in Silezië in opstand. De ambachtelijke wevers in de regio hadden zwaar te lijden onder de goedkope import uit het toen al geïndustrialiseerde Engeland. De Silezische fabrikanten verlaagden de lonen van de wevers en mechaniseerden de productie, wat leidde tot werkloosheid en grote armoede en onder de gezinnen van de wevers. In juni 1844 bestormden de wevers de woningen van de fabrikanten en vernielden ze de weefgetouwen. De opstand werd met harde hand neergeslagen, maar de vonnissen vielen over het algemeen nogal mee. Er bestond veel sympathie voor de actie van de wevers, een sympathie die de rechters duidelijk deelden. 

Heinrich Heine wijdde een gedicht aan de opstand, dat in een oplage van 50.000 exemplaren verspreid werd in Silezië. Het gedicht werd ook gepubliceerd in het socialistische weekblad Vorwärts!. In Pruisen werd het gedicht – weinig verrassend – getroffen door de banhamer. 

Im düstern Auge keine Thräne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben Dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch –
     Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöthen;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt –
     Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt,
Und uns wie Hunde erschießen läßt –
     Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulniß und Moder den Wurm erquickt –
     Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht –
Altdeutschland, wir weben Dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch,
     Wir weben, wir weben!

 

Uitgelichte afbeelding: Von Heinrich Heine – Uni Trier, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3863124